Verfasst von: Laura | Dezember 20, 2007

Time to say Goodbye… – die II.

Tja…nun sitz ich hier neben meinen gepackten Koffern, alle anderen schon verabschiedet. Das waren nun also 4 aufregende, ereignisreiche und sehr schöne Monate USA… ein komisches Geühl, dass es nun so schnell ging und das alles hier schon hinter mir liegen soll. Aber ich freue mich auf Zuhause, freue mich darauf Familie und Freunde wiederzusehen und vor allem auf mein eigenes Zimmern (sorry Lena, du weisst wie ich´s mein 😉 …aber die Nacht-Gespräche und dein Schnarchen werden mir sicher noch fehlen, hehe), gutes Essen (ich hab abgenommen!!) und darauf einfach mal vor die Tür gehen zu können, in Kneipen… zum Supermarkt, oder in die Fußgängerzone, ohne immer auf ein Auto angewiesen zu sein. Wir hatten eine super Zeit hier und haben am Wochenende dann nochmal ein bisschen gefeiert, ein ausführliches Fazit (und auch etwas über das, was eigentlich der Grund war, warum ich hier bin, nämlich das Studium…Kurse,Projekte usw.) bekommt ihr dann, wenn ich wieder daheim und ausgeruht vom Jetlag bin.

CowgirlAm Donnerstag fing das Verabschieden an, indem wir uns bei Astrid getroffen haben, da sie die letzte Woche auf Hawaii verbringt, die Glückliche. Am Freitag waren Lena und ich dann noch spontan auf einer Haus-Party von Kai, noch nem anderen Deutschen aus Lenas Kurs, den ich bis dahin auch noch nicht kannte und der mit 6 Amis zusammen in nem Haus wohnt. k1024_cimg1891.jpgDiese hatten viele kleine, betrunkene, kreischende Mädels eingeladen (+Lena +Laura) und natürlich volle Kanne R´nB aufgedreht, weshalb wir die meiste Zeit in der Küche verbrachten und intellektuelle Konversationen pflegten *hust*… Natürlich wurde -wer hätte es anders erwartet- auch diese Party von den Cops um 2h beendet, nachdem diese schon das 2x aufkreuzten. Als Lena und ich zurück ins „Wohnzimmer“ (eher Diele) kamen, waren plötzlich alle Gäste verschwunden. Wir blieben dann noch bis kurz nach 3h, bis Michi uns dann abgeholt hat, der auch gerad aus einem Club kam. Samstag war ich mit Gero, Lukas, Peer und Valerie noch im „Candlelight“, einem Club im Simi Valley noch nördlich von Northridge mitten im Nichts und hoch oben auf einem Berg (aber sehr viel näher dran als Hollywood). Mit Außenterasse, Wasserfall, Betten und Kaminen eine sehr, sehr coole Location! Wir hatten also noch ein letztes mal (viel zu kurz) sehr viel Spaß in einem Club und haben auch viel getanzt. Am Sonntag hat sich dann nochmal die ganze Mannschaft hier zu ein paar Bier getroffen und dann hieß es entgütlig für alle: „Auf Wiedersehen!“…

Eingang vom Candlelight, wir waren VIP´s ;)

Gestern und heute habe ich allein im Wohnheim verbracht, da man offiziell bis zum 18. raus sein musste und die anderen sich noch auf den Weg nach San Diego, oder Las Vegas gemacht haben. Da ich dort schon war, die Zeit eh zu knapp gewesen wäre und ich die erste bin, die zurückfliegt, bin ich 2 extra Nächte (natürlich kostenpflichtig…) hier geblieben, um noch Dinge wie Koffer packen,Wohnung aufräumen, und shoppen zu erledigen 🙂 . Wir durften auch bis heute noch das Endprojekt in „Motion Graphics“ zuende machen, was die Zeit noch weiter verkürzt hat. Ganz im Gegenteil zum Stromausfall gestern Abend: Ich dachte echt, es kann nicht wahr sein, als gegen 20h plötzlich alles Zappenduster war… Gott sei dank habe ich noch ein paar Teelichter in einer Tasche gefunden, die Lena noch hier hatte und hab mir nen Feuerzeug von einer Asiatin geliehen. Kaum fällt der Strom bzw der Computer aus, weiß ich echt allein nichts mit der Zeit anzufangen 😉 . Naja nach einer Stunde wurde es dann Gott sei dank wieder Licht. Leider mit der Konsequenz, das heute der gesamte Campus geschlossen war (wie ich vorhin erfahren hab, war in ganz Northridge der Saft weg!) und auch das Internet erst wieder ging, als ich vorhin aus der Mall wiederkam. Kaum regnet es mal 2 Tage durch, bricht hier in California alles zusammen 😉 . Naja war schon etwas blöd, so ganz allein, ohne Strom, ohne Internet und vor allem ohne Essen…ooooh 😦 . Gnädigerweise hat unsere Kantine nämlich nun noch bis zum 21. auf, und das eine ganze Stunde am Tag lang von 16.30-17.30, WOOW!!! Musste gestern Abend echt betteln, dass sie mich um 17.35 noch reingelassen haben, weil ich es nicht wusste und sonst ganz schön blöd dagestanden hätte, so ohne Küche,Auto und Supermarkt um die Ecke… Dann war heute auch noch das Büro geschlossen, in dem wir unser Endprojekt abgeben sollten, aber Gott sei dank kam gerad noch ein Prof aus einer Tür nebenan und hat mir nochmal aufgeschlossen. Naja, schließlich is noch alles gut gegangen, ich bin nicht verhungert, habe die Zeit auch ohne Internet gut rum bekommen und auch die Leute vom Shuttle-Taxi haben mich vorhin zurückgerufen, das sollte also Morgen Früh (hoffentlich) alles klar gehen…oje. Kann es irgendwie noch nich glauben, dass ich in ein paar Stunden schon im Flieger sitze…

Eben war ich noch mit Lena und Michi Essen und dann haben wir erstmal Adieu gesagt, aber bestimmt nicht für lange – denn was sind schon Freunde ein paar (hundert) Kilometer entfernt, wenn man auch Freundschaften über 9000km aufrecht erhalten kann (hoffe ich zumindest 😉 ). Naja wie jeder Abschied fällt mir auch der hier nicht unbedingt einfach, aber es ist doch anders nach Hause zurückzukehren, als wegzufahren. Also, seid gespannt auf meinen Abschlussbericht über the american Way of Life und ein paar Bilder/Worte über den Kram, den ich hier so die letzten 4 Monate lang gemacht hab… Übrigens, danke für eure zahlreichen Kommentare 😉 . Scheinen ja wirklich ganze 5 Leute meine Beiträge zu verfolgen, juhu 😀

Hier noch etwas für die Weihnachtsstimmung 😀 (ich glaube das bedarf keinen weiteren Kommentar, oder?! ):

…gott,hab ich viele Smileys im Text gemacht…

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…da bereiste die kleine Laura das Sonnenreich Kalifornien. Dass ich noch nie ein Fan des Mottos „Was du heute kannst besorgen…“ war, bekommt ihr nun leider zu spüren, indem ihr euch diesen rieeeeesenlangen Text durchlesen dürft. Da meine volle Kreativität derzeit fast ausschließlich in meine Abschlussprojekte anstatt in das Verfassen von Texten fließt, hat sich einiges in den letzten Wochen angesammelt und nun ist es endlich soweit: Ich veröffentliche mein Werk über die Trips nach San Francisco (9.-13.11.) und San Diego (23.-25.11.)! Eigentlich schade, denn diese beiden Städte bzw Wochenenden hätten es eigentlich verdient, direkt im Anschluss einen eigenen Bericht darüber zu bekommen. Aber gut, heute hatte ich die Endabgaben im Fach „video/digital art“ und es war somit auch die letzte Vorlesung für diesen Kurs. Und da wird natürlich jedes kleine Bisschen Freizeit sofort in die Aktualisierung meines blogs gesteckt 🙂 . Ich hoffe ihr habt die seite nicht schon aus euren Bookmarks (entschuldigt bitte, ich hab mich schon so an englisch gewöhnt 😉 *hust*) gelöscht? Also, seid ihr bereit? Ich versuche(!) mich kurz zu fassen…

Alte Straßenbahnen, ne goldene Brücke und ein Knast

am Pacific Coast Highway Los gehts an einem regnerischem Freitag vor ca. 4 Wochen. Da bin ich mit Lukas, Gero und dessen Mutter die zu Besuch war, nach San Francisco gefahren. Dort kamen wir erst gegen 21h im „Hotel“ an, da wir die gesamte Strecke den „Pacific Coast Highway“ an der Küste hinauf gefahren sind und somit über 10std gebraucht haben. Das war es aber wert, denn die kurvige Stecke über schenkte uns wunderschöne Ausblicke auf das Meer,Klippen,Strände und die Berge. Hinter einer Kurve tauchte pötzlich ein Riesiger Regenbogen auf, der mir vorkam als müsste mir der Schatz direkt vor Füssen liegen. Er war wirklich so stark und nah, als würden wir mit dem Auto direkt hindurch fahren, soetwas habe ich noch nicht gesehn und leider kommt es auf den Fotos überhaupt nicht rüber, und bis ich die Kamera gezückt hatte war der Regen schon wieder etwask1024_dsc_0457.jpg schwacher. Am Abend sind wir dann nur noch beim Italiener essen gegangen und danach war ich mit den beiden Jungs noch auf ein Bier bzw Bacardi in einem irish Pub nebenan. Wir sind dann recht früh gegen 23h ins bett gefallen. Am nächsten Tag hiess es die typische Touristenroute abzuklappern. Zunächst sind wir durch Downtown gelaufen, wo auch unser Hotel war. Dort gibt es einige Banken in Hochhäusern und auch Chinatown. Nach dem Frühstück bei McDoof (Pankakes statt Croissants…) suchten wir die Station des „Cable Cars“ auf (ok, schon wieder englisch, aber ich denke ihr wisst, was gemeint ist.). Leider war der ganze tag total verregnet und somit konnte man nicht allzu viel sehen. Aber so eine Fahrt ist auf jeden Fall sehr lustig und hat bei den steilen Straßen San Franciscos schon fast etwas von einer Achterbahnfahrt (auf der rutschen einem allerdings nicht fette Amerikanerinnnen in Jogginganzügen auf den Schoss…).Lukas im Cable Car Unsere Endstation war das „Fisherman´s Wharf“, ein bzw mehrere Piers am Hafen. Dort gibt es viele (Fish-) Restaurants, Souvenierläden und sonstige Touristische Attraktionen wie das Hardrock Café und eine Seelöwenbank. Da es immernoch am Regnen war, waren wir nach kurzer Zeit schon völlig durchnässt. Wir sind dann eine andere Strecke zurück zum Hotel gelaufen und haben somit noch etwas von den schrägen Straßen am eigenen Leib erfahren dürfen. Gegen 16h Zurück in Downtown sind wir noch durch Chinatown gelaufen, uns was zum essen mitgenommen und uns dann erstmal im Hotel vor der Fernseher getrocknet und gesättigt. Nach einem kurzen Nickerchen haben Lukas und ich uns mit dem Bus auf den Weg in einen anderen Stadtteil zu den anderen gemacht. Denn auch Caro,Aschot,Martha,Paul und Lenny haben das Wochenende in SF verbracht. Wir haben die anderen direkt in der Nähe der Bushaltestelle getroffen und sind einem Amerikaner, den wir an der Ampel getroffen haben in einen Club bzw eher Bar/Lounge gefolgt. Dort war es zwar gut voll, aber nicht so mein Fall da recht teuer und eher ein versnobtes Publikum zu RnB-Musik. Wir haben ein wenig getanzt und uns dann auch schon um kurz vor 1h verabschiedet, um nicht den letzten Bus zu verpassen.

Ich bin schräg drauf!

k1024_dsc_0553.jpgAm Sonntagmorgen folgte die Fortsetzung unserer Touritour: Schon um 9.30h legte unser Boot am Pier ab, welches uns nach Alcatraz (und hoffentlcih auch wieder zurück?!) bringen sollte. Gott sei dank hatten wir mehr Glück mit dem Wetter und schon am frühen morgen schien uns wieder die Sonne entgegen, auch wenn ich wirklich froh war,dass ich meine Winterjacke angezogen hatte. Der Temperaturunterschied zu L.A. ist nicht zu unterschätzen, es sind immerhin um die 500km Distanz. Nach etwa einer viertel Stunde wilder Fahrt über stürmische See (naja…fast) erreichten wir die kleine Insel. Ist schon ein echt seltsamer Augenblick, wenn man plötzlich Boden betritt, den man vorher nur aus dem Fernseher kannte. Die Insel ist wirklich nicht so groß wie man es sich vorstellt, aber trotzdem sehr beeindruckend. Begleitet von einer deutsch-sprachigen Audioführung folgten ca 2std voller Staunen und Respekt über das Leben der Insassen und Freude über den grandiosen Ausblick auf die Skyline von San Francisco und endlich auch die Golden Gate Bridge. Die Audioführung war mit Originalaufnahmen wirklich sehr interessant. Stand man z.B. im Gang des Zellentrakts, konnte man Schreie und das Rütteln an den schweren Eisengittern hören.

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k1024_dsc_0665.jpg Voller Eindrücke, die man so oft wohl nicht bekommt, ging es dann gegen Mittag zurück zum Pier. Dort waren wir nochmal beim Fisherman´s Wharf zum Essen und sind dann zu Fuß zum „Coit Tower“ hinauf, ein alter Turm auf einem hohen berg mitten in der Stadt, von dem Man die Bucht und Downtown prima überblicken kann. Leider verweigerten Glasscheiben meiner Kamera die perfekten Aufnahmen. Anschließend haben wir dann noch eine kleine Autotour durch die Stadt gemacht, vorallem um die berühmte „Lombard Street“ hinunterzufahren. Diese Straße ist so steil, dass man daraus eine mit bunten Blumen bepflanzte Serpentinen-Einbahnstraße gemacht hat, durch die sich die Autos nach unten schlängeln. Ausnahmsweise habe ich mal Lukas das Steuer überlassen 😉 .

Opera House

Am Montag war ein Feiertag, den wir natürlich noch ausnutzen wollten. Somit machen wir uns erst am nächsten Morgen auf den Rückweg. Dieser begann mit der spektakulären Fahrt über die Golden Gate Bridge. Wiedermal ein sehr cooles Gefühl etwas in echt und nicht auf dem Bildschirm zu erleben, auch wenn die Überfahrt doch recht schnell vorbei war. Wir hätten sie vielleicht eher zu Fuß geniessen sollen. Auf der anderen Seite fuhren wir dann Richtung Berkeley, um uns dort noch die Eliteuni UC Berkeley anzuschauen. Hätte ich das nötige Kleingeld, würde ich lieber dort studieren, denn der campus ist etwas ganz anderes als unserer hier. Schöne, alte Gebäude im englischen Stil und ein Turm, der uns mit einem Glockenspiel begrüsste. Überall Bäume und um den Campus herum sehr viele alternative cafés und Läden. Man merkt,dass die Stadt und vorallem die Uni eine sehr linke Ausrichtung hat und man die Studenten hier eher mit den europäischen vergleichen kann, da sie einfach älter und auch alternativer sind.

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Die letzte Station sollten die Büros von eBay, google und Apple im Silicon Valley von San José sein. Etwa eine halbe Stunde südlich von San Francisco liegt das Tal der Zukunft. Ich hatte mir riesige Gebüdekomplexe mit Glasfronten vorgestellt, stattdessen fanden wir einstöckige Gebäude mitten im Grünen. Wie sich aber herausstellte, war dies nicht das einize Gebäude von Google, sondern es folgten noch ca 20 weitere und größere… Noch eben ein Foto vor dem Logo gemacht und dann gings auch schon weiter. Aus dem Auto heraus haben wir dann noch die Schriftzüge von eBay, Micosoft, Intel, oder Sun Microsystems entdeckt. Spät Abends kamen wir dann nach ca 8std Fahrt wieder in Northridge an.

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Nach diesem Wochenende mussten wir leider auch schon unseren geliebten Mietwagen zurückgeben und somit verbrachten wir seit langem alle mal wieder ein Wochende im Wohnheim, bzw vorm Computer, oder über den Büchern (Was nicht heisst, dass ich das nicht unter der Woche eh mache… 😉 ).

Sonne,Strand und eine Kneipentour mit Leuten aus aller Welt

Nach 3/4 meiner Zeit hier in Südkalifornien blieb so gut wie nur noch San Diego übrig, dass ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte. Da dank „Thanksgiving“ (Erntedank, was hier etwa den Stellenwert von Weihnachten hat) schon wieder ein langes Wochenende anstand, musste dies natürlich auch zum Reisen genutzt werden. Ich hatte Besuch von Friedrich, einemk1024_dsc_0848.jpg Schulfreund vom Gymnasium, der derzeit sein Praxissemester in Idaho macht. Alle anderen waren auch unterwegs (Hawaii,San Francisco,Las Vegas) und somit war niemand von uns da und ich war froh,dass es mit unserem Treffen geklappt hat,da ich sonst 4 Tage allein im Wohnheim gewesen wäre und San Diego wohl auch nicht mehr hätte sehen können. Am Donnerstag Morgen hab ich Friedrich mit einem neuen Mietwagen vom Flughafen abgeholt und ich habe ihm dann etwas von L.A. gezeigt, bzw wir haben noch Stellen angeschaut, die ich auch noch nicht kannte. So zum Beispiel den „Griffith Park“ hoch oben in den Hollywood Hills. Dies ist der Park von L.A.,in dem sich auch der Zoo befindet und der der größte der USA ist. Dort haben wir vom Observatorium aus den Ausblick auf das „HOLLYWOOD“-Zeichen und die Stadt genossen, die sich aber mal wieder ziemlich gut im Dunst versteckte. Das Observatorium/die Sternwarte waren einst Schauplatz des Films „Denn sie wissen nicht,was sie tun“ mit James Dean. Später gings dann noch zum Sonnenuntergang an den Strand nach Santa Monica, über den Pier und durch die angrenzende Fußgängerzone.

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Am nächsten Mittag machten wir uns auf den ca 3std langen Weg nach San Diego. Unser Hostel war einfach zu finden und wir waren schon ziemlich schnell froh, dieses ausgewählt zu haben. Schon hinter dem Thresen begrüsste uns eine deutsche Studentin, die zum jobben und Leben nach San Diego gekommen ist und verkündete uns, dass wir auf unseremSeaport Village 4er-Zimmer auch einen deutschen Mitbewohner haben. Dann haben wir auch direkt Felix aus Lübeck getroffen, der Work+Travel in Canada macht und nun ein bisschen die USA bereist. Anschließend gings zu Fuß durch Downtown bis hin zum Hafen. San Diego ist wirklich eine sehr schöne Stadt, nicht zu groß aber ordentlich was los. Der Hafen ist mit der Bucht und den kleinen bunten Häusern des „Seaport Village“ wirklich sehr sehenswert. Downtown ist mit einer Shoppingmall, Hochhäusern und natürlich dem „Gaslamp Quarter“, einem großen Kneipenviertel, wie man es aus Europa kennt, auch sehr schön. Im „Gaslamp Quarter“ findet man unzählige Bars, Restaurants und Clubs in alten, viktorianischen Häusern und in das warme Licht der historischen Gaslampen getaucht. Gut, dass unser Hostel nur 2 Straßen davon entfernt war 🙂 .

Fiesta Mexicana!Zurück im Hostel haben wir direkt den Vorteil erfahren, den es hat in solch einer Unterkunft zu bleiben. Und das ist bei weitem nicht nur das Geld. Dieses Hostel verfügte über ein riesen Wohn- und Esszimmer mit offener Küche, dass allen Gästen offen stand. Kaum hatten wir uns an den Tisch gesetzt, waren wir mit Leuten aus Brasilien, Spanien, Canada, Deutschland, den USA oder auch Holland vertieft. Das sind einfach besondere Erfahrungen,an die man sich gern erinnert. Wir haben uns auf anhieb gut verstanden, dass wir direkt zum Geburstags-Pizzaessen einer Amerikanerin eingeladen wurden und anschließend mit den Brasilianern und Spanierinnen durch das Kneipenviertel gezogen sind. Obwohl man sich kaum kannte, war klar dass man Abend zusammen loszieht und ich hatte soviel Spaß wie lange nicht mehr (deutsche Parties sind doch anders, als die in L.A. 🙂 ) . Wir haben in einer Bar alle zusammen getanzt und anschließend noch im Hostel weiter gefeiert, da leider auch in San Diego die Sperrstunde um 2h ist.

Hostel

Am nächsten Mittag bin ich dann mit Friedrich und Felix an den „Pacific Beach“ gefahren, wo wir noch einmal das schöne Wetter genossen haben. Zwar war es schon für kurze Sachen zu kühl und das Wasser eisekalt, aber Friedrich hat es sich nicht nehmen lassen ein Bad zu nehmen. Nachdem wir Felix zurück zum Hostel gebracht haben, fuhren wir noch in den „Balboa Park“, dem Stadtpark von San Diego in dem sich neben zahlreichen Museen in historischen Gebäuden der angeblich größte und schönste Zoo der Welt befindet. Wir waren stattdessen im Fotografiemuseum und sind ein bisschen rumgelaufen.

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Am Abend gings wieder mit noch mehr Leuten auf die Straße,allerdings wurden wir an jeder Ecke weniger, da einige noch unter 21 waren und somit nicht in Kneipen reinkamen und andere sich direkt entschieden umzukehren oder in einen Club zu gehen. Wir sind dann noch auf ein Bier und Pommes mit den Spanierinnen in eine Bar und danach auch direkt wieder zurück ins Hostel. Dort haben wir wieder einen sehr lustigen Abend mit Gitarrenmusik, Turnübungen, Kunststücken und
Kissenschlachten verbracht. Mein Highlight war es, als Felix seinen iPod an die Anlage anschloss, diese voll aufdrehte und den Raum mit „Krawall und Remmidemmi“ beschallte! Dieses Lied hat uns schon auf dem Hurricane-Festival im Sommer manch Lustige Stimmung hervorgrufen und es kam auch sofort bei allen anderen super an, die dann gemeinsam mit uns wie wild durch die Gegend hüpften. Wird zeit, dass ich das bald in Bremerhaven mit euch wiederhole, liebe Leute 🙂 ! Wir hatten auf jeden Fall jede Menge Spaß an diesem Wochenende und haben sogar eine Einladung nach Barcelona bekommen.

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Leider gings am Sonntag Morgen nach einem Frühstück mit Felix und Friedrich schon wieder zurück nach L.A.,da wir uns dort auch noch etwas anschauen wollten. k1024_dsc_1058.jpgWiedermal gings den „Pacific Coast Highway“ an schönen Stränden und durch noch schönere Surfer-Hochburgen zurück Richtung Norden. Auf dem Weg haben wir noch in Venice angehalten und sind die belebte Promenade entlang spaziert und haben eine weile den Trommlern am Strand gelauscht, die wirklich super Stimmung machen. Spontan waren wir noch auf dem „Getty Center“ (siehe Bericht weiter unten, von Downtown L.A.), was uns in der Dunkelheit einen atemberaubenden Blick über ganz Los Angeles geschenkt hat. Und das sogar umsonst! Da wir eine halbe Stunde vor Feierabend erst dort ankamen, blieb zwar keine Zeit für die Kunst, aber wir durften umsonst p

arken (Eintritt ist immer frei) und die Tram fuhr uns noch rechzeitig nach Oben, um den Ausblick zu geniessen und ein paar Fotos zu schießen.

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Am Montag Morgen fuhr ich Friedrich schon um 6h zum Flughafen und mit der Abgabe des Mietwagens lag schon wieder eins der schönsten Wochenenden meiner Zeit hier in den USA hinter mir, aber auch die Erinnerungen an Las Vegas, san Francisco und natürlich L.A. und die Zeit hier im Wohnheim sind noch sehr präsent.

Nun bleiben mir nur noch 2 Wochen hier, die ich wohl haupsächlich mit Projekten für die Uni verbringen werde. Zwar stehen erstmal keine weiteren Trips an, aber ich werde trotzdem noch den ein oder anderen Bericht schreiben.
Ich hoffe ich konnte euch bis hierher einen schönen Eindruck über meine Zeit hier, meine Erfahrungen, Eindrücke und über Kalifornien vermitteln…

Bis bald!

unmengen von Fotos wie immer oben unter „Photos“, oder hier

…Achja, hatte ich euch nich aufgefordert mal ein paar Kommentare zu hinterlassen?! So schwer ist das doch gar nicht.. Ich würd gern wissen,dass ich das alles hier nicht nur für mich schreibe,  DANKE 🙂 !

Verfasst von: Laura | November 8, 2007

Viva Las Vegas!

Hotelkarte vom “Strip”Letztes Wochenende waren wir in Las Vegas – und ich kann euch sagen: es ist der Hammer!Zwar sicherlich keine Stadt zum leben, aber man ist einfach erstmal überwältigt von den Lichtern und Kulissen und kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Wir sind auch am frühen Freitagabend in die Stadt eingefahren (Fahrtzeit von L.A. ca 5std, auf einer einzigen Straße quer durchs „Nichts“), als es schon recht dunkel war und der Anblick ist einfach saugeil. Gott sei dank hatten wir ein Hotel mitten auf dem „Strip“ (Las Vegas Blvd) gebucht und waren somit umgeben vom „MGM Grand“, „Excalibur“ und „New York, New York“. Unser Hotel „Tropicana“ war eins der ältesten und günstigsten (95€ für 2 Nächte, die Preise sind am Wochenende mehr als doppelt so hoch; 1$ = 0,67€) und nicht besonders spektakulär, aber absolut ok und wir haben auch direkt nach dem einchecken erstmal den Whirlpool genossen 🙂 .

Las Vegas Strip, mit dem “New York, New York”

Anschließend gings dann raus auf dem Strip. Überall Autos, Lichter, Musik, Videoleinwände und Fassaden, von denen man den Blick einfach nicht abwenden kann. Man findet die Skyline von New York mit einer Achterbahn drum zu und der Freiheitsstatue und Brooklyn Bridge davor, eine Pyramide, aus der man den Laserstrahl schon von weitem erkennen konnte („Luxor“), oder eine Ritterburg („Excalibur“) und riesige Löwenfiguren („MGM Grand“). Zunächst haben wir dann in einem Restaurant vom „New York, New York“ gegessen und sind dann weiter den Strip entlang, nachdem uns die Achterbahnfahrt mit 14$ doch zu teuer war. Überall funkelt es und ein Casino reiht sich ans nächste. Es ist nicht so, dass eine Straße mit vielen Casinos ist, sondern riesige Hotels nebeneinander, von denen JEDES ein eigenes, großes Casino hat. Man kann in jedes Casino einfach so hereingehen und muss auch keinen Eintritt zahlen.

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im New York, New YorkAm ersten Abend haben wir nicht den ganzen Strip geschafft, sondern sind am „Bellagio“ umgedreht. Hier waren wir dann auch das erste mal im Casino drin und haben direkt etwas gezockt. Dieses Hotel ist eins der teuersten und luxuriösesten. Aber anders als gedacht waren die Leute nicht wirklich alle schick, sondern eher normaler Durschnitt bis locker. Niemand steht am Eingang und kontrolliert und somit hatte ich auch mein Kleid umsonst eingepackt. Zwar darf man unter 21 Jahren nicht spielen, aber auch das hat Niemand kontrolliert. Erst wenn man Alkohol bestellt, wird man nach dem Ausweis gefragt. Und das ist eins der besten Dinge an den Casinos: Getränke sind frei!! Man braucht sich nur an eine Slotmachine setzen und nen Dollark1024_dsc_0193.jpg reinschmeissen und schon kommt eine Bedienung und fragt nach dem Getränk. Von Bier bis Bacardi werden alle Wünsche erfüllt und die Gläser sind noch dazu nicht gerad klein und hart gemischt. Wahrscheinlich liegt es in ihrem Interesse, die Leute so schnell wie möglich betrunken zu machen. Aber wir haben uns alle zurück gehalten und die Jungs haben sich dann auch an die Tische zum Blackjack getraut. Lena und ich haben den 25$-Einsatz fürs Roulette zusammen geschmissen und natürlich -wie erwartet- auf die Falsche Farbe (Schwarz) gesetzt…In einer Minute war das erste Geld also futsch. Danach hab ich mich nur noch an die Automaten gesetzt und ein Paar Dollar verzockt, mal mit mehr, meist mit weniger Erfolg. Paul und Peer hatten etwas mehr Glück beim Blackjack: Paul hat seinen Einsatz von 40$ direkt verdoppelt. Aber leider hat am Ende doch Niemand von uns die Milionen abgeräumt und insgesamt haben wir glaub ich jeder ein wenig Minus gemacht. Fazit der Spielabende für mich: ca 25 Dollar verspielt und 1,5 Millionen Dollar gewonnen (die ich nichtmal eingelöst hab, siehe Foto 🙂 ). Dafür, dass die Getränke umsonst waren und wir eine Menge Spaß hatten denke ich, das geht in Ordnung.

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Souvenirs

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Ziemlich beeindruckt sind wir dann spät ins Bett gegangen und haben uns am nächsten Mittag ein Brunchbuffet (18$) im Hotel gegönnt, was sehr gut war. Danach haben die Jungs nochmal den Whirlpool genossen und Lena und ich haben uns vor den Fernseher gepackt. Am Tag ist Las Vegas leider nicht halb so spannend und man kann auch nicht soviel machen. Gegenk1024_dsc_0229.jpg 16.30h sind wir dann aber wieder aufgebrochen, um nochmals unser Glück zu probieren. Dann wurd es auch schon langsam Dunkel und die Stadt fängt an zu leben. Wir haben uns dann noch alle restlichen großen Hotels angeschaut, zum Beispiel das „MGM Grand“, in dem echte Löwen in einem Terraruim mitten im Casino leben, das „Paris“, dass den Nachbau des Eiffelturms vor dem Hotel hat, „The Venetian“, in dem man in Venedig shoppen gehen und mit einer Gondel auf dem Wasser fahren kann, oder das „Mirage“, in dem einst Siegfried & Roy auftraten. Das „Caesar´s Palace“ haben wir leider nur vonk1024_dsc_0168.jpg aussen gesehen. Am Ende des Strips wollten wir eigentlich noch nach Downtown, wo die Wedding Chapels, der Cowboy und die „Freemont Experience“ (Weltgrößte Leinwand, als gewölbte Überdachung der Fußgängerzone) zu finden sein sollten. Aber der Weg war zu lang und wir wollten gerne noch auf den Eiffelturm hinauf und dann nochmal ins Casino und in einen Club feiern gehn (Fast jedes Hotel hat einen). Glücklicherweise haben wir im „Paris“ noch Tickets für den Turm bekommen (9$) und nach kurzem Warten gings hoch hinauf (der Turm ist 164 Meter hoch, etwa halb so groß wie das Original). Das Geld hat sich wirklich gelohnt, der Ausblick is einfach unglaublich! Wir hatten Glück, dass gerad die Wassershow vor dem Bellagio Statt fand und somit konnte ich auch davon ein hübsches Foto machen. Man sieht wirklich überall nur Lichter und plötzlich hören sie am Horizont einfach auf und es wird einem bewusst, dass diese künstliche „Entertainment-Oase“ mitten in der Wüste liegt (wir hatten etwa 25° tagsüber, aber es wird schnell kalt Abends).

ich in Paris

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ich in Venedig

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Nachdem wir also eigentlich eine halbe Europareise hinter uns hatten, hat es uns doch nochmal ins Casino zum zocken gelockt. Um ein paar Dollar leichter, dafür aber mit umso mehr Alkohol im Blut wollten wir dann gegen 3h noch in einen Club gehen, aber leider hatte das „Coyote Ugly“ im „New York, New York“ schon geschlossen und das „Studio 54“ im „MGM Grand“ gegenüber war uns mit 20$ Eintitt für die Uhrzeit zuviel. Die Jungs freuten sich also, nochmal eine Chance auf die 5$-Blackjack-Tische in unserem Hotel zu bekommen. Anders als in Californien macht in Las Vegas nichts um 2h zu, die Casinos haben 24std geöffnet und es darf auch auf der Straße getrunken werden, was natürlich alle geniessen und die Getränke auch in die Casinos mitnehmen. Ich habe dann Lukas noch eine Runde beim gewinnen zugeschaut und gegen 5h sind wir ins Bett gefallen.

Brunnen im Garten vom “Mirage”, im Hintergrund das “Caesar´s Palace”Am nächsten Morgen mussten wir um 11h auschecken und sind dann nach Downtown gefahren. Das haben wir uns alle besser vorgestellt, was vielleicht daran lag dass es Tag war und wir die Show unter der Leinwand somit leider nicht sehen konnten. Auch den riesigen Cowboy, der den Arm hebt haben wir nicht gefunden, sondern nur einen kleinen Nachbau. Wie ich im Nachhinein erfahren hab,wurde er abgebaut. Viel ist dort wirklich nicht zu sehen und Wedding Chapels gibt es hauptsächlich nur an den größeren Straßen und nicht soviele, wie ich gedacht hätte. Aber auf dem Strip konnte man schon einige Brautpaare umherlaufen sehen, aber wirklich romantisch ist es dort nicht gerade. Denn es gibt nicht nur Glitzer,Limousinen und Party, sondern auch Mexikaner/innen, die den Jungs an JEDER Ecke Flyer von billigen Frauen in die Hand drücken wollten und vom Strip sollte man sich möglichst nicht weg bewegen. Schließlich haben wir doch noch an einer Kapelle angehalten und ich habe mich mit Lukas getraut (…davor ein Foto von uns machen zu lassen 😉 ).

Downtown

Blitzhochzeit …danach bin ich durchgebrannt

Ziemlich von Las Vegas begeistert gings dann am Sonntagnachmittag wieder zurück Richtung Los Angeles. Etwa eine 3/4 Stunde von Las Vegas entfernt haben wir dann noch an einem riesigen Outletcenter angehalten, was ebenfalls wie eine Fata Morgana mit Hotel/Casino und Achterbahn an der langen Straße durch die Wüste auftaucht. Gegen 22.30h waren wir dann wieder zurück und die Woche verging so schnell, dass ich jetzt gleich schon wieder meine Tasche für San Francisco packen muss!! Morgen Früh gehts los und wir bleiben 3 Nächte, da am Montag ein Feiertag (Veteran´s Day) ist. Als letzten Trip plane ich Thanksgiving (22.-25.11.) nach San Diego zu fahren, denn heute sind es nur noch 6 Wochen bis zu meinem Rückflug…

Achja: Bitte hinterlasst mir dochmal ein paar Kommentare, Grüße oder bleibende Eindrücke (einfach unten rechts auf „No comments yet…“ klicken)! Bin neugierig, wer sich so alles auf meinem Blog tummelt 🙂 !

Das komplette Fotoalbum von Las Vegas könnt ihr sehn, wenn ihr hier – oder oben auf „Photos“ – klickt!

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Verfasst von: Laura | November 1, 2007

Hallowood in Hollyween

…oder auch Halloween in Hollywood!

Gestern war amerikanischer Nationalfeiertag Halloween und somit Ausnahmezustand in Los Angeles. Zwar wurde hier schon letztes Wochenende gefeiert,aber am 31.wollten wir es uns nicht nehmen lassen uns zu verkleiden und Halloween in Hollywood zu feiern! Da das ganze eher eine spontane Aktion war,haben wir noch kurzfristig „Kostüme“ besorgt, etwas mit Schminke und Klamotten improvisiert und auf den Weg gemacht. Gott sei dank standen wir auf der Gästeliste (einfach vorher ne email schreiben…) und hatten somit kein Problem reinzukommen. Haben dann auch irgendwie „nur“ 20$ statt 40$ Eintritt bezahlt. Der Club hieß „Sugar“ und ist in einer Nebenstraße vom Hollywood Blvd. Kein riesiger Club und nur ein Raum, aber war trotzdem voll und ganz nettes Ambiente. Gott sei dank war der Dresscode ausnahmsweise „einfach nur bekloppt aussehen“, an den wir uns natürlich strengstens gehalten haben ;).

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In dem Club gabs auch einen „VIP“-Bereich, der aber eigentlich nur ein höheres Podest mit Sofas drauf war. Wenn man genügend Kohle hat, kann man(n) sich für 600$ nen Tisch+Couch+Bedienung kaufen. Durstige und freizügige Mädels inklusive :). Es war aber kein Problem für Lena und mich uns hochzuschummeln und mal die Couch zu testen.Leider sind wir recht schnell aufgeflogen und mussten wieder runter. Aber als ich dann später in der Nähe des roten Seils getanzt hab, wurde ich irgendwann auch angelabert: „Are you thirsty?“. Hm, bei Preisen von 10$ für nen Mix sagt man da natürlich nich nein :). Dazu hab ich mich dann auch mal kurz auf die Couch gesetzt und mich ein wenig VIP gefühlt ;). Aber auf anderen Sofas ging es ganz anders ab: Da sassen die Typen auf der Couch und haben sich von mehreren als Polizistinnen und Krankenschwester verkleideten Mädels betanzen lassen. Das ganze von einem Kameramann von VH-1 angestrahlt und aufgenommen.

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Naja um 2h war dann auch diese Party wie alle anderen pünktlich vorbei und wir sind recht schnell nach Haus. Wie ein Wunder hab ich es aber um 8h trotz eines Schwindelgefühls in die Vorlesung geschafft.

Flucht vor dem Feuerk1024_cimg1673.jpg

Letztes Wochenende konnten wir ja aufgrund der Feuer leider nicht wie geplant nach San Diego fahren, sondern mussten stornieren. Da wir ja noch für 2Wochen das Auto haben,wollten wir das Wochenende aber ausnutzen und sind somit spontan die Küste rauf nach Santa Barbara und San Luis Obispo (halbe Strecke San Francisco) gedüst (siehe letzter Beitrag). Wir waren erst kurz für ein paar std in Santa Barbara und kamen dann Abends in San Luis an,wo wir eine Nacht im Motel gebucht hatten. Dort kann man zwar nicht soviel machen (ausser gaaaaanz viele eklige Kaugummis in der „Chewing Gum Alley“ betrachten), aber wir hatten trotzdem ein schönes und lustiges Wochenende. Nach dem Buffet beim Chinesen haben wir dann alle noch etwas die riesigen Betten und den Fernseher genossen, bevor wir uns zu Fuß auf den Weg „in die Stadt“ gemacht haben (Stadtzentren gibts ja hier nich,und San Luis is eh sehr klein).

BÄÄH!Die Stadt hat einen relativ großen Studentenanteil und somit einige Kneipen, in denen auch dank Halloween was los war. Vorher sind wir mit dem Auto noch einem Laserstrahl gefolgt, in der Hoffnung einen Club o.ä. zu finden, was sich aber als ein geöffneter „MacSuperStore“ herausstellte, da am Freitagabend das neue Betriebssystem „Leopard“ von Apple veröffentlicht wurde. Leider wollten die anderen nicht aussteigen, aber das haben wir dann später eh in dem ebenfalls geöffnetem Applestore in der Stadt nachgeholt. Wir waren dann noch in einer Kneipe, in der es mal keinen Eintritt und halbwegs vernünftige Getränkepreise gab. Dafür umso mehr verrückte Leute. Naja gegen 0h sind wir dann auch schon wieder zurück zum Motel gegangen und haben noch zu fünft die amerikanische (und wer hätte es gedacht, sehr nieveaulose) Version der (bisexuellen!) „Bachelorette mit Tila Tequila“ auf MTV geschaut… Ich wurde mal wieder bestätigt, dass es sich hier nicht lohnt, einenk1024_cimg1113.jpg Fernseher anzuschaffen…

Am nächsten Vormittag sind wir dann direkt wieder gefahren, haben aber auf dem Weg noch ein einem riesen (Designer-) Outletzentrum angehalten, da es eh am Regnen war.

Morgen geht es dann endlich nach Las Vegas, ich bin sehr gespannt!! Und spontan hat sich auch noch ergeben, dass ich direkt am nächsten Wochenende nach San Francisco komme! Also es liegt noch einiges an und ich hab mir vorgenommen, demnächst auch mal was über meine akademischen Fortschritte zu berichten ;)! Aber die letzten 7 Wochen wollen nunmal genutzt sein…

Deshalb: Pokergeld einpacken und Tasche packen!

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Die neuesten Bilder gibt es hier!

Verfasst von: Laura | Oktober 23, 2007

When the Hills of Los Angeles are burning…

Komische Stimmung: Es ist gleich 0:00h, draussen pfeift der (Santa-Ana-)Wind wie wild ums Haus und es riecht nach Rauch….Wie ich heute erst von einer email von Mama erfahren habe, sollen hier wohl wieder Brände wüten… Ja, ich glaube sie hat recht :). Hinter den Bergen nördlich von Northridge konnte ich heute Nachmittag auch schon Rauchwolken sehen, aber bisland ist das San Fernando Valley noch nicht betroffen…ich versuch jetzt erstmal zu schlafen.

„When the hills of Los Angeles are burning
Palm trees are candles in the MURDER wind
So many lives are on the breeze
Even the stars are ill at ease
And Los Angeles is Burning“

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Neuester Stand, 26. Oktober: (Nach vielen besortgen Nachrichten aus Deutschland 🙂 )

Wie ich in den deutschen(!) Nachrichten im Radio gehört hab , sollen die Feuer nördlich von Los Angeles (also in der Nähe von Northridge, hinter den Bergen) wohl unter Kontrolle sein. Viel bekomme ich hier ohne TV „leider“ wirklich nicht mit. Die Brände sind im Nordosten und Südwesten von Northridge, aber noch hinter den Bergen, sodass für uns hier keine Gefahr besteht (soweit ich informiert bin 😉 ). Eigentlich merkt man auch gar nix, der Rauchgeruch war nur von kurzer Dauer. Zwar liegen über der ganzen Stadt dicke Wolken, aber Smog ist man hier ja eh gewohnt. Das Wetter ist wieder richtig warm geworden (26-30°), aber die Sonne kommt nich so richtig durch die Wolken hindurch. Man merkt schon, dass mehr Wolken da sind und diese dunkler/rötlicher sind als sonst, aber das ist auch alles. Ab und zu fährt mal eine Kolonne von Feuerwehrfahrzeugen vorbei. Vorgestern waren wir in L.A. unterwegs und sind mal an der Küste Richtung Malibu entlang gefahren. Bis ganz dorthin kommt man nich, da die Straßen gesperrt sind,aber man konnte die dicken Wolken in der Dämmerung sehen. Auf dem Weg hab ich auch ein paar schöne Bilder vom Sonnenuntergang in Santa Monica gemacht. Auf der einen Seiter ein schöner roter Himmel direkt am Meer und wenn man estwas weiter rechts blickt sieht man,dass es nich nur normale Wolken sind,sondern Rauchwolken. Naja wir haben also Glück und müssen nicht flüchten. Im Gegensatz zu meiner Dozentin in Grfaikdesign: sie berichtete uns am Montag, dass sie von ihrem Haus in Santa Clarita (Nordöstlich) evakuiert wurde und bei Bekannten unterkommen muss, das Haus aber bislang noch steht und die Gefahr wohl nicht allzu hoch sei. Am Mittwoch haben wir dann erfahren, dass das Haus glücklicherweise noch steht, sie aber von „Plünderern“ ausgeraubt wurde…Da hat man gerad nochmal Glück im Unglück und dann sowas…Naja sie meinte es wären „nur“ Gegenstände wie Playstation etc geklaut worden, persönliche Sachen hatte sie ja eh schon vorher zusammen gesucht. Also,wenn die Lage bedrohlicher wird, lass ich es euch wissen 🙂 . Unseren Wochenendtrip nach San Diego mussten wir leider stornieren, da zwar das Feuer nicht direkt in der Stadt ist, aber neben unserem gebuchten Hotel das Stadium -und somit Haupt-Evakuierungszentrum für 500.000 evakuierte Leute aus Sand Diego- ist… Nun fahren wir Morgen früh nach Santa Barbara (wo ich ja schonmal war…) und dann weiter nach San Luis Obispo,wo wir bis Samstag Nachmittag bleiben. Mal schauen, ob und wie wir am Wochenende Halloween feiern werden.

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wie vor der Apocalypse ;)

rechts von der Sonne sieht man die Rauchwolken

dicke Smogschicht über dem San Fernando Valley

 

 

 

 

 

 

 

 

Verfasst von: Laura | Oktober 18, 2007

Geburtstagsbergfest

Tag 63, 18.Oktober 2007: Genau heute habe ich 63 von 126 Tagen und somit genau 9 von 18 Wochen meines Auslandssemesters in den USA hinter mir 🙂 . Ich zähle zwar die Tage, aber nicht aus dem Grund weil ich es hier nicht schön finde oder so, sondern weil ich mich auch genauso auf meine Familie, Freunde, mein Auto, gutes Essen und natürlich mein Bett in Deutschland freue…

Dann gab es ja diese Woche noch etwas anderes zu feiern: Ich bin fast 30 geworden und in 2 Jahren werde ich schon eine alte Schachtel sein 😉 ! An dieser Stelle nochmal ein Dankeschön an alle, die trotz der Entfernung an meinem Geburtstag an mich gedacht haben. Hier war der Tag doch etwas anders als Zuhause, normalerweise hätte ich dort frei gehabt oder hätte mir einen freien Tag gegönnt, aber hier war ich von 9-17h in der Uni. Aber abends haben wir dann alle zusammen noch schön bei uns im Wohnheim gefeiert und das ein, oder andere Bierchen (…oder Bacardi) getrunken. Gegen 5.15h am nächsten Morgen bin ich dann auch mal ins Bett und habe es wie erwartet nicht um 8h zum Unterricht geschafft.

AWESOME!

Sweet Sixteen!

Ganz im amerikanischen Stil und wie aus der MTV-Show „Sweet Sixteen“ habe ich von meinen Freunden hier ein funkelndes „Birthday Girl“ -Diadem bekommen! Dazu konnte ich nur eins sagen: AWESOME!! („großartig“, typischer Ausdruck übertriebener Emotionen der Amis und mein neues Lieblingswort hier). Dazu gabs noch Parfum von Tommy Hilfiger und püntklich ein Päckchen von Mama, Jürgen und Louisa aus Deutschland.

Bratwurst und Sauerkraut in L.A.

Ansonsten waren wir letztes Wochenende noch auf dem Oktoberfest(!) und an der UCLA (University of California Los Angeles) in Beverly Hills, auf dessen Studenten wir hier alle neidisch sind 🙂 . Beim Oktoberfest waren auch viele andere Deutsche unterwegs, es gab deutsches Essen (Sauerkraut mit Bratkartoffeln und Bratwurst und deutschem Brot, hm lecker!). Bier in Maßkrügen gabs auch, allerdings nicht aus Deutschland. Dafür waren die weltbekannten „Eschenbachtaler Musikanten“ live on stage und die Amis haben nicht schlecht gestaunt, dass wir alle Lieder mitsingen konnten. Alles in allem ein sehr lustiger und kontrastreicher Abend zu den übrigen Parties hier und es kam sogar ein wenig Heimatgefühl auf.

PROST!

im Shop der UCLA

Verfasst von: Laura | Oktober 14, 2007

Von wegen Frauen können nicht einparken…

Am Freitag hatten wir uns einen schönen Mietwagen ausgeliehen. Wir waren abends noch damit unterwegs und ich bin zum ersten mal in den USA und dazu noch Automatik gefahren 🙂 . Ich war also umso stolzer, als ich die Karre im Beisein der Jungs perfekt rückwärts direkt vor dem Haus eingeparkt hatte und schwärmte noch den ganzen halben Abend davon. Doch das sollte nicht lange anhalten: Etwa eine Stunde später war unser Auto schrott! Und zwar Totalschaden!! Peer wollte auch noch einmal wegfahren, kam aber nach wenigen Minuten wieder hoch und wollte uns erzählen, dass unser Auto schrott ist! Wir wollten es nicht glauben, aber als wir unten ankamen und Polizei und Abschleppdienst sahen, blieb uns leider nichts anderes übrig. Wir fanden unsere Karre völlig zersört am Straßenrand wieder und konnten erstmal nur „Scheiße,Scheiße!“ sagen. Ein besoffener Vollidiot ist mit seinem Jaguar hinten in unser Auto reingebrettert und hat es in den Kofferraum des Vordemanns geschoben. Dieses Auto wiederrum hat auch das davor noch etwas erwischt. Sah echt ziemlich krass aus, aber zum Glück saß niemand mehr drin und es war nicht unser eigenes Auto 🙂 . Zu dem Zeitpunkt wurde gerad der Jaguar abgeschleppt und wir erfuhren, dass der Alki bereits bei der Polizei ist. Also nochmal Glück im Unglück gehabt und die teurere Versicherung hat sich schnell bezahlt gemacht. Ohne Probleme haben wir direkt am nächsten Mittag ein neues Auto bekommen, hoffen wir mal es hält etwas länger!

Hier noch ein paar Impressionen von gestern Morgen,der Vordermann wurde bereits abgeschleppt 🙂

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Letztes Wochenende war ich zusammen mit Michi, Peer und 2 Freunden von Michi für eine Nacht im Yosemite Nationalpark. Und ja, ich kam mir einige mal vor wie in einem Teenie-Horrorfilm :). Aber es war ein lustiges und aufregendes Wochenende in wirklich schöner Natur. An einer Tankstelle auf dem Hinweg haben wir zunächst ein paar Biker getroffen:

I´m on the Highway to Hell!!

Teil 1: in eisiger Kälte abgeschnitten von der Zivilisation

Kaum im Park angekommen (nach ca 5std Fahrt mit Michis Auto) mussten wir feststellen,dass niemand mehr von unsMammutbaum Handyempfang hatte. Wir waren also völlig auf uns allein gestellt :). Das erste Ziel: Die Riesen-Mammut-Bäume im südlichen Teil des Parks. Als wir aus dem Fenster schauten,staunten wir nicht schlecht: SCHNEE!! Natürlich hatten wir alle keine Wintersachen dabei,denn Michi hatte schließlich ein „rustikales Motel“ für uns gebucht, doch dazu später mehr…Für den Ami Mike (ursprünglich aus Belize), war der Schnee ein Riesenspaß,denn er hatte noch nie zuvor welchen gesehen. Es lag nicht wieklich viel, aber je höher wir fuhren umso mehr konnte man ihn am Straßenrand entdecken. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, genossen wir die im gegensatz zu Northridge extrem klare Luft. Man konnte mal wieder richtig tief durchatmen und im Wald roch es richtig nach Natur :). Es war zwar eine sehr kalte Luft,aber die Sonne schien und somit wars es sehr angenehm durch den Wald zu spazieren. Wir sind eine Weile durch den Wald gelaufen und haben uns die großen Bäume angeschaut,die mit ihren bis zu 100m Höhe wirklich beeindruckend sind.

Teil 2: Wilde Tiere und der harte Kampf ums Überleben

Anschließend steuerten wir das Yosemite Village an, Haupt-Touristenort in der Mitte des Parks. Dort sollten wir auch unser Nachtquartier beziehen. Davor waren wir noch auf einem Aussichtspunkt hoch oben auf einem Berg,von dem man das ganze Tal überblicken konnte. Ich geniesse den AusblickVoller beeindruckender Bilder sind wir dann hinab ins Tal gefahren. und dann plötzlich
hinter einer Kurve mitten im Wald haben wir sie gesehen: einen Babybären mit seiner Mutter!! Leider war ich mit meiner Kamera zu langsam, aber sowas sieht man wirklich nicht alle Tage. Schließlich suchten wir unser „Motel“ und waren schon etwas verunsichert,als wir wirklich mitten in der Wildnis waren und außer uns nicht wirklich viele Leute unterwegs warne. Dann entdeckten wir das Schild für unsere Unterkunft: „Housekeeping Camp“. CAMP??? Michi,du hast was von Motel und Heizung gesagt!? Naja ich fands cool,denn ich mag Natur und ein Motel passt einfach nicht in diese Umgebung. Ich war also mehr als gespannt,was uns erwarten würde… Auf jeden Fall fanden wir einige „Zelt-Hütten“ mitten im Wald am Rande eines Flusses vor und freuten uns schon auf eine eisige Nacht. In der Registration waren überall Hinweisschilder mit der Aufschrift „Be Bear aware!“ und auf dem Fernseher lief ein Video mit einem Bären,der gerade ein Auto aufknackte. Zudem wurden wir mehrere Mal darauf hingewiesen NICHTS im Auto und im Zelt (Zelt??) zu lassen, sondern alles in die Bären-sicheren Container einzuschließen. Naja…das kann ja was werden. Ziemlich überrascht wollten wir also zurück zum Auto um das Bettzeug abzuholen als Michi sagte „Wartet mal,ich hab vergessen die Schlüssel mitzunehmen.“ Okay,Michi also wieder rein um die Dame hinter demUnser “Motel” Thresen nach den Schlüsseln zu fragen. Ihre Antwort: „There are no Doors…“!! Ab diesem Moment haben wir alle doch ziemlich blöd aus der Wäsche geschaut. Schnee? Zelte? Bären und keine Türen?? Oh mein Gott,wir werden alle sterben…Wenn wir nicht gefressen werden, erfrieren wir oder verhungern,denn wir waren völlig unvorbereitet in dieses Abenteuer gestartet. Ich war nicht mehr zum einkaufen gekommen,denn ohne Auto ist das schlecht und im Wohnheim kochen wir ja nicht selbst,konnte also auch nichts mitnehmen. Naja immerhin hatte ich lange Sachen,feste Schuhe und eine Regenjacke dabei. Naja also die Heizung konnten wir somit wohl auch vergessen,prima. Jeder von uns hat Bettzeug bekommen: 2 Kissen, 2 Bettlaken und 2 dünne Wolldecken. Als wir unsere Hütte fanden,musten wir erstmal lachen. Es gab zwar drei Wände aus Stein,aber nur ein Zeltdach und einen Zeltvorhang zum zuziehen. Drinnen fanden wir ein großes Bett und 2 Etagenbetten und immerhin Licht und Strom vor. Nun hieß es,das beste draus machen. Wir waren ziemlich hungrig und wollten erstmal was essen fahren. Wir hatten glück,denn ein paar Minuten weiter gab es ein anderes Village,in dem es was zu essen geben sollte. Ziemlich schnell haben wir auch dorthin gefunden. Es war eine Lodge in der Man drinnen vom Buffet essen konnte, oder sich draußen Pizza bestellen konnte. Wir haben uns also 2 Riesenpizzen bestellt und so gefühlt, als hätten wir sie selbstständig erlegt :). Drinnen gab es einen Kamin und es ah wirklich aus wie im Fernsehen. Gut gesättigt wollten wir uns also auf den (eigentlich kurzen) Rückweg machen, aber inzwischen war es schon Stockdunkel geworden und man konnte den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr erkennen. Die Straße von der wir gekommen waren war eine Einbahnstraße und wir konnten somit nicht zurück. Schon an der nächsten Kreuzung wussten wir nicht mehr wo wir waren und fuhren irgendwie im Kreis. Auch sonst niemand konnte uns sagen wie wir dorthin kommen. Wir fuhren also weiter und so langsam wurden wir etwas nervös. Zwar hatten wir alle Sachen dabei,doch wir könnten die Nacht nicht mitten im Bärenwald im Auto verbringen. Als wir die dunklen Straßen entlang fuhren und weit und breit kein Auto zu sehen war, kam ich mir wirklich vor wie in Scary Movie. Nach vielen weiteren Minuten in der Dunkelheit beschlossen wir uns umzudrehen. Doch genau in diesem Moment kam ein Auto um die Kurve und hielt direkt auf uns zu!! Er leuchtete auf und hupte wie wild, wir wunderten uns warum er auf der anderen Straßenseite fährt! Gerade noch rechtzeitig konnte Michi das Auto drehen und wir mussten dann mit entsetzen feststellen,dass wir verkehrt herum in eine Einbahnstraße fahren wollten! Nach weiteren ewig langen 30min durch die Dunkelheit haben wir schließlich doch noch unser Camp wieder gefunden. Romantisches Lagerfeuer ;)Das Peer und Michi an diesem Abend noch Holz für unser Lagerfeuer suchen mussten, hätten sich die beiden auf der Fahrt in den Park sicher nicht gedacht. Es war schon ziemlich gruselig im dunkeln durch den Wald zu gehen und den Fluß rauschen zu hören,aber nicht sehen zu können,obwohl wir nur einige Meter vom Ufer weg standen. Wir schafften es also ein Feuerchen zu entfachen und machten es uns gemütlich. Gott sei dank hatte Mike eine Flasche Rum dabei und somit wurde uns zumindest von innen warm. Vom Lagerfeuer aus konnte man nach oben in den unglaublich klaren Sternenhimmel blicken und ich weiß gar nicht mehr, wieviele Sernschnuppen ich gesehen habe. Das war auf jeden Fall ein sehr schöner Abend, aber die Kälte machte uns zu schaffen, als das Feuer weniger wurde. Ich versuchte mich schlafen zu legen,in dem ich alle Klamotten anließ und mich in die 2Decken einwickelte. Die anderen wollten nochmal an den Fluß,kamen aber nach einiges Minuten aufgeregt wieder und erzählten,dass sie zurück gerufen wurden,da ein großer Bär im Camp unterwegs sei, OHJE! Ab diesem Moment hab ich keine Minute mehr die Augen zu bekommen, des es war kalt,unbequem und viel zu laut, was einerseits am schnarchenden Peer-Bär lag, andererseits an den Geräuschen draussen, unter anderem das Heulen von Wölfen (angeblich :)).

Teil 3: Wir haben überlebt!

Ziemlich geschlaucht von der letzten Nacht haben wir morgens nochmal ein Feuer gemacht und den Fluß und den Ausblick auf die Berge rund um das Tal nochmal im Morgengrau genossen.

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das Camp

 

Dort war wirklich eine ganz besondere Stimmung und ich hab ein paar schöne Bilder machen können. Abschließend haben wir nochmal in der Lodge gefrühstückt, den Weg ohne Probleme raus aus dem Camp gefunden und sind dann in Richtung Norden zum „Hetch Hetchy“ Stausee gefahren. Dies ist das Wasserreservoir für San Francisco. Dort haben Michi und Peer eine Wanderung durch die Berge rund um den See unternommen und wir anderen drei sind am Damm gebglieben,da wir einfach zu kaputt waren. Außerdem war mir von der ganzen Kurverei etwas komisch. Wir haben uns dann etwas in die Sonne gelegt (Dort war es um einiges Wärmer als im Tal) und ich bin nochmal für eine Stunden allein den Berg hochgelaufen. Gegen 17h haben wir uns dann alle wieder am Auto getroffen und uns auf den langen Heimweg gemacht. Wir mussten durch den ganzen Park zurück,was wegen der Serpentinen ziemlich lang gedauert hat. Bis 19h mussten wir aber auf jeden Fall draussen sein,da der Park dann schliesst und unser Tank zeigte auch nur noch Wenig Inhalt an. Doch diese Umstände machten uns nach der Nacht nicht mehr wirklich nervös. Wir haben es noch rechtzeitig in der Dämmerung aus dem Park heraus geschafft und gott sei dank auch gleich eine Tankstelle gefunden. Mit noch einigen Weiteren Zwischenstops kamen wir gegen 2h Nachts wieder in Northridge an und natürlich habe ich es am nächsten Morgen nicht um 8h in die Vorlesung geschafft :). Aber ich muss sagen das Wochenende war wirklich eine gelungene Abwechslung und etwas Natur zu sehen tat wirklich gut.

Hetch Hetchy Reservoir

Alle Fotos vom Abenteuer wie immer HIER!

Verfasst von: Laura | Oktober 5, 2007

Komm ich jetzt ins Fernsehn??

Gestern Abend wurde auf unserem Campus eine Folge der US-Krimiserie „CSI Las Vegas“ gedreht! Eigentlich war ich zusammem mit Gabriel, einem weiteren Deutschen der seit 4 Jahren hier lebt und den ich gestern auch zum ersten mal gesehen hab, auf dem Weg zu einer „Party“ auf dem Campus, doch da dazu später etwas mehr…

„Oh my god,she´s dead!“

Spontan haben wir also noch einen kleinen Umweg über den Campus in kauf genommen um zu schauen,was da am Set so los ist. Der Bereich vor unserer Bibliothek war mit riesigen Lichtballons hell erleuchtet,überall rannten Leute rum und es standen Polizeiwagen mit Blaulicht herum. Ich habe mich sehr geärgert,dass ich meine Kamera nicht dabei hatte,denn eigentlich wollten wir ja woanders hin. Aber Gabriel hat 2 Fotos mit seinem Handy gemacht.

Wir kamen schließlich so nah ans geschehen dran, dass wir plötzlich direkt am Absperrband der „Campus Plolice“ standen,was gleichzeitig die Absperrung in der Szene darstellen sollte. Wir waren also schon „mitendrin“. Ich bin nicht so ganz durchgestiegen,wer nun dazu gehört und werbangboombang.jpg nich,wer Schauspieler ist und ob die Kamera schon nur die Szene oder auch den Hintergrund mit aufnimmt. Hinter der Absperrung jedenfalls lag eine „Leiche“ in einer großen Blutlarche und wurde von den Ermittlern untersucht. Jemand muss sie wohl aus dem Hochhaus im Hintergrund gestoßen haben. Gabriel meinte die beiden Ermittler seien die ersten wirklichen „Stars“ die er seit 4j hier sehen würde….naja ich kenn die Serie nicht mal wirklich,hab auch die anderen CSI-Serien in Deutschland nie geschaut.

Lustig war, dass alle Leute mit CSUN-shirts (was hier wirklich sehr weit verbreitet ist) von Mitarbeitern weg geschickt wurden, denn diese Szene spiele schließlich an der WLVU, der West Las Vegas University. Wir haben das Geschehen dann noch ein wenig beobachtet und plötzlich kamen irgendwelche Anweisungen von irgendwem, die ich aber nicht wirklich verstanden habe…jedenfalls fingen alle Statisten plötzlich von hinten auf das Absperrband zuzurennen und eine riefen ganz erschrocken „Oh my god,she´s dead!!“. Ein wenig verwirrt sind wir dann schließlich mitgelaufen und stoppten dann erneut vor dem Absperrband. Die Kamera lief, aber ich kann nicht einschätzen, inwieweit der Hintergrund mit aufgenommen wurde. Das ganze wurde dann noch ein paar mal gemacht,bis sie um- bzw abgebaut haben. Aber angeblich haben sie die gleiche Szene zuvor schon einige male gedreht und meine Augen taten auch noch den ganzen Abend von den Scheinwerfern, dem Blaulicht und den Blitzen der Fotoapperate total weh ;).

ohmeingottsieisttod.jpg

Obwohl das ganze recht interessant war und man so etwas bestimmt nicht alle Tage mitbekommt (okay,ich bin hier in der Nähe von L.A. und es ist keine Seltenheit,dass auf dem Campus gedeht wird…) sind wir dann weider zurük gegangen und wollten noch in den „Pub Sports Grill“ bei dem eine „After Dark Pub“-Party mit DJ angekündigt war.

Harte Kontrollen für eine „Rhythm and Blues“-Party

Wie fast erwartet erwies sich aber auch diese „Party“ als eine Ernüchterung. Obwohl ich großes Erwartet habe, nachdem wir am Eingang von Securities mit Metalldetektoren kontrolliert wurden, fand ich im inneren wie so oft nur eine Tanzfläche, auf der dicke sexy Amis mit ihren noch dickeren Hintern zu R´nB abgingen…Super,das ist ja mal so gar nicht mein Ding und es gab auch keine Theke oder so. Nach nichtmal 5 min Ohren (und Augen) zuhalten, bat ich Gabriel also wieder zu gehn und er war der gleichen Meinung. Wir kamen uns als fast einzige Weiße eh ein wenig falsch vor. Naja somit hatte der Abend ziemlich schnell ein Ende, aber ich war eh ziemlich Müde (muss ja jeden Tag um 7h hoch… 🙂 ). Für die Amis hier muss die Party ein Highlight gewesen sein,auf dem Rückweg kamen uns noch ziemlich viele Leute entgegen.

Gott sei dank habe ich schon mit dem Holländer Jan-Jaap diverse Konzertbesuche (Jimmy eat World,Dropkick Murphys…) so gut wie fest gemacht und kann mich dann endlich mal wieder aufs abrocken und gute Musik freuen.

Ansonsten ist in den letzten Tagen und Wochenenden nichts bzw nicht viel passiert, es stehen die „Midterms“ an und somit ist viel für die Uni zu tun. Morgen komme ich endlich mal wieder unter andere Leute und raus aus Northridge in die Natur: es geht in den Yosemite Nationalpark, wo wir bis Sonntag bleiben werden. Ich hoffe ich kann viele schöne Fotos machen und begegne nicht allzuvielen Bären.

Achja…das meine Post nun ankommt, kann ich mir ziemlich sicher sein, auch wenn sie mir heute erst ein falsches Paket in die Hand gedrückt haben: Ich hab nich schlecht gestaunt als ich statt einem Animationsbuch ich dem Umschlag ein Buch über Oralsex fand :)! Habe mich zunächst etwas gewundert und es vllt für ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk meiner lustigen Freunde gehalten, musste dann aber leider feststellen, dass es gar nicht für mich adressiert war :(. Naja Lena,die Leute im Postoffice und ich haben gut gelacht und es schweren Herzens wieder zurück gebracht. Ob ich meinen Prof wohl von diesem Exemplar statt dem Fachbuch hätte überzeugen können?

In diesem Sinne, gute Nacht und auf ein noch spektakuläreres Wochenende!

Verfasst von: Laura | September 23, 2007

L.A. rockt!

Letzten Montag war ich also endlich mal wieder (seit Juni…) auf einem Konzert einer meiner Lieblingsbands, The Sounds in Santa Monica! Als ich gelesen hab, dass sie hierher kommen, hab ich es mir nicht nehmen lassen ein Ticket zu bestellen, um die „Dying to say this to you“-Show noch ein 4.mal zu sehen, denn sie ist einfach super. Begleitet haben mich Caro+Rachel,die beiden wollten aber eher hinten stehen bleiben,was für mich natürlich nicht in Frage kam ;). Obwohl die Location in Hamburg besser war, da man direkt vor der Bühne stehen konnte, war die Show in den USA doch um einges besser. Die Bühne war komplett in pinkes Licht getaucht und die Instrumente waren mit blauem Lichterschlauch umwickelt :). Es hieß also 2std lang alles geben und rocken was das Zeug hält! Ich habe versucht, mich bis nach vorne durchzukämpfen, was aber absolut unmöglich war. Kaum war die Band auf der Bühne, ging gar nix mehr! Ich wurde so extrem gequetscht, dass ich von der Bühne gar nichts mehr sehen konnte und nur noch von links nach rechts mitgetragen wurde… Also bin ich doch etwas weiter nach hinten, um einen besseren Blick auf Jesper, den Keyboarder zu haben und ordentlich mitrocken zu können :). Als Highlight am Ende kamen noch „Schneeflocken“ und bunte Luftballons von oben, sah sehr witzig aus! Sie haben auch ein altes Lied gespielt,was ich trotz der 3 vorherigen Konzerte noch nicht kannte und haben als Zugabe eine Electro-Version meines favourite songs „Tony the Beat“ gespielt, sehr cool! Nur eins habe ich vermisst: Dass Jesper und Felix nicht oben ohne ihr drum-solo zusammen am vorderen Bühnenrand gespielt haben,sondern angezogen gegenüber und neben dem Schlagzeug im hinteren Teil der Bühne :P. Aber dafür haben die beiden ein weiteres Solo gegeben: Jesper allein auf der Bühne am Flügel, seeehr schön 🙂 und dazu kam dann später noch Felix, der Gitarrist. Völlig begeistert, ausgepowert und extrem durchgeschwitzt hab ich mich dann gegen kurz nach 23h -mit einem neuen Shirt im Gepäck- auf den Heimweg gemacht und noch ein bisschen von Jesper geträumt ;)…

Weitere Bilder unter dem Link „Photos“ oben!

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